Bald fliegen sie so hoch, dass man selbst die Türme der Frauenkirche kaum noch mit bloßem Auge erkennen kann. Samü ist kurz nach dem Start eingeschlafen. Er verschnarcht stets den ersten Teil des Tages, um nachmittags und abends munter zu sein. Denn dann werden die Kinder müde und er hilft ihnen beim Einschlafen, indem er seinen Traumsand verstreut. Den hält er normalerweise zu Hause unter dem Kopfkissen sicher verwahrt. Doch heute ist er nicht zu Hause, sondern in der Luft. Und so kommt es, dass er im Schlaf sein Säckchen mit dem Traumsand loslässt. Und wie es der Zufall will, erhebt sich plötzlich eine kräftige Windbö und schüttelt die drei Abenteurer in ihrem Leichtbau-Luftschiff ordentlich durch. Dabei wird der Traumsand über Bord geschleudert. Schnatterinchen wäre beinahe hinterher gesprungen, doch sie erinnert sich noch rechtzeitig daran, dass sie nicht viel mehr als flattern kann. Mit einem Sturzflug aus dem Luftschiff hätte sie ganz sicher ihr Leben aufs Spiel gesetzt. So segelt der Traumsand ungehindert zu Boden und landet im Nest von Gevatter Storch am Wesslinger Weiher. Die Frau Gevatterin fällt vor Schreck erst mal aus dem Nest, nimmt dann das Säckchen mit dem Schnabel und versteckte es unter ihren großen Flügeln. Pittiplatsch gibt sich unterdessen größte Mühe, das Luftschiff zu landen. Sie sind bereits viel zu weit geflogen und stranden irgendwo in der Nähe des Klosters Andechs. Nun ist wieder guter Rat teuer. Wie sollen Sie den Traumsand zurückbekommen und überhaupt: Sie müssen doch den Zeitplan einhalten. Da können nur noch Emilia und Emilie helfen, die klugen Zwerg-Uhus. Sie wissen immer Rat. Nur sind sie sich leider nicht immer einig...
vor 11 Jahren
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