Freitag, 29. Januar 2010

Samüs verrückte Reise zum Mond, Teil 9


Noch bevor Samü überhaupt von seinem verrückten Traum erzählen kann, hört er Geräusche im Garten, jemand scheint sich der Laube zu nähern. Samü sieht aus dem Fenster und sieht Jona unten stehen, gemeinsam mit Buntjo, dem Chow Chow mit der lila Zunge und dem grüngrauen Fell. "Oh, was für eine süßes Puppenhaus", ruft Jona, als er die kleine Laube sieht, die im begrünten Hinterhof etwas erhöht auf einem Mini-Hügel in den ausgebrannten Stamm einer uralten, knorrigen Eiche eingebaut wurde. "Das ist kein Puppenhaus", sagt Samü, als er Jona die Tür öffnet, "das ist die Sandmann-Laube. Du kannst das hier übrigens nur sehen, weil wir uns gestern persönlich kennen gelernt haben. Für alle, die mich nicht kennen, ist das alles hier unsichtbar, die sehen hier nur eine Art Fata Morgana mit einer meterhohen Hecke, die in Wirklichkeit gar nicht existiert. Das hier, die Welt von uns, den Sandmännern und den anderen Nachtwesen, ist die wirkliche Wirklichkeit, aber sie bleibt den meisten Menschen verborgen, da sie ja nachts schlafen müssen ..." Jona hört andächtig zu und ist schwer beeindruckt. Das scheint ja alles noch viel besser zu sein, als er es sich in seinen kühnsten Träumen vorgestellt hatte. "Nun Jona, du kannst uns helfen. Ich habe ein Rätsel für dich, versuche doch bitte mit uns herauszufinden, wo die Traumwichtel auf der Erde wohnen. Es ist ein Platz, an dem Pferde und ein Kaiser lange unter einem Dach gewohnt haben. Das ist wichtig, denn ich glaube, da finden wir auch die Antwort, warum die Kinder zurzeit so schlecht traumen..." - Jona überlegt kurz, dann hat er eine Idee: "Da muss ich mal meinen Geschichtslehrer fragen. Der Herr Post ist nett, den kann ich auch zuhause anrufen, ich bin gleich wieder da", ruft Jona und macht sich aus dem Staub...

Samstag, 9. Januar 2010

Samüs verrückte Reise zum Mond, Teil 8


Die Anstrengungen der letzten Tage sind nicht spurlos an Samü, Schnatterinchen und Pittiplatsch vorüber gegangen. Jetzt heißt es Kraft sammeln für die nächsten Abenteuer und Aufgaben. Samü träumt, er werde von einem bunten, exotischen Südsee-Papagei zum Mond geflogen, in einer Gondel, die unter ihm hängt. Auf dem Mond selbst gibt es einen fantastischen Rummelplatz mit Riesenrad, Fahrgeschäften, Türkischem Honig und Akrobaten, die allerlei Kunststücke zur Schau stellen. Und ein Zauberer ist auch da, mit einem riesigen Panama-Hut, aus dem pausenlos Kolibris und Schmetterlinge flattern. Es werden immer mehr und bald sind es so viele, dass es um Samü herum Nacht wird. Genauso schnell sind sie wieder verschwunden und plötzlich ist er ganz allein, nur ein kleiner blauer Traumwichtel steht vor ihm und sieht ihn aus dunklen Knopfaugen freundlich lächelnd an: "Ich hab gehört, du willst zum Mond", hört Samü ihn sagen, obwohl sich seine Lippen ganz und gar überhaupt nicht bewegen. "da wo wir Traumwichtel herkomm'." Samü nickt eifrig. "Dann finde uns auf der Erde - wir leben bei den wilden Pferden, da wo ein Kaiser einst gehaust, da haben wir unser Nest gebaut..." Dann verschwindet der Wichtel und Samü wacht auf. Verwundert schaut er sich um. Nanu, er liegt zuhause im Bett und neben ihm schnarchen Schnatti und Pitti, seine besten Freunde. Tja, nun ist guter Rat teuer: Wo halten sich die Traumwichtl-Abgesandten auf der Erde versteckt? Vielleicht haben die beiden eine Idee, wenn er ihnen von seinem Traum erzählt - wenn sie ihm überhaupt glauben würden...