Sonntag, 19. September 2010

Samüs verrückte Reise zum Mond, Teil 17


So machen sich Jona, Buntjo und Pitti auf den beschwerlichen Weg nach oben. Es sind 999 Stufen, die sie erklimmen müssen. Sogleich zeigt ihnen Mouni die Vorratskammern für den Schlafsand. Während er sich langsam blau färbt, erklärt ihnen Mouni, dass der Sand hier seit Jahrtausenden vom "Guten Wind", so nennt er die Sandstürme hier oben, in die Mondkrater geweht wird. Mouni weiß aber auch um die Gefahren, die vom Schlafsand ausgehen, aber noch bevor er die anderen zur Vorsicht mahnen kann, stürzt sich Pittiplatsch mit einer großen Schaufel bewaffnet in den Krater. "Vorsicht Pitti", ruft Mouni noch, "du wirst einsinken, einschlafen und ersticken." Als er ihn am Schlawittchen packen und zurückreißen will, bekommt er plötzlich eine ganze Ladung hochkonzentrierten Traumsand über den Kopf und sinkt ohnmächtig zu Boden. Bei Jona reichen bereits ein paar Körnchen Sand, die auch auf ihn abfallen, um ihn einzuschläfern. Einzig Buntjo, der Chow Chow, ist gegen die betäubende Wirkung gefeit und stellt sich nur schlafend. Nun wird klar, dass Hexe Hinkebein sich in Pitti verwandelt hat. Der richtige Kobold war also gar nicht mitgekommen und musste auf der Erde verharren. In Windeseile beginnt die Hexe nun, den Sand in die mitgebrachten Säcke zu schaufeln. Sie will rechtzeitig, bevor die anderen aufwachen, mit dem Zauberkreisel wieder weg sein. Doch sie hat nicht mit der Cleverness des schlauen Buntjo gerechnet, der heimlich so lange mit seiner blauen Zunge über Jonas Gesicht leckt, bis dieser aufwacht und die Hexe hinterrücks in den Schlafsandkrater stoßen kann. Da kann sogar eine Hexe nichts mehr ausrichten, sie versinkt in Windeseile und schläft für die nächsten 150 Jahre.
Sofort helfen Jona und Buntjo dem schlaftrunkenen Mouni wieder auf die Beine, Jona lädt Bunto noch zwei kleine Sandsäcke auf den Rücken, er selbst hat auch zwei und Mouni ist inzwischen wieder so wach, dass auch er sich einen Sack auf den Rücken binden lässt. So machen sich die drei auf den Rückweg und treffen am Fuß einen überglücklichen Sandmann samt Schnatterinchen. Die beiden hatten beschlossen, nicht ganz nach unten zu steigen, wie es Mouni gesagt hatte, sondern nach ein paar Minuten wieder kehrt zu machen. Jetzt fallen sie sich gegenseitig in die Arme fallen und erzählen sich das Erlebte. "Dann hat mich die Hexe auch verhext", meint Schnatti, als sie Jonas spannenden Bericht gehört hat, "sonst hätte ich nie so einen Quatsch erzählt." - "Ja, und Buntjo hat unsere Mission gerettet", jubelt Jona und umarmt seinen fröhlich schwanzwedelnden Hund. "Das gibt für dich einen extra großen Fleischknochen", verspricht Jona. Samü erzählt unterdessen, wie er und Schnatti auf dem Weg nach unten plötzlich Besucht von dem Zauberer mit dem riesigen Panamahut bekamen. Und der sprach sogar mit ihnen: "Ich komm vom lieben Sandmann-Gott und geb euch einen guten Rat. Geht dorthin, wo meine Schmetterlinge hinfliegen..." Aus seinem Hut flatterten unzählige bunte Schmetterlinge, die in der Dunkelheite leuchteten. Sie flogen nach oben, Samü und Schnatti kletterten hinterher. Schließlich kamen sie wieder zum Fuß der Leiter und die Schmetterlinge verlißen sie. "Gibt's da oben auch einen Jahrmarkt mit Akrobaten?" fragt Samü neugierig. Er will wissen, ob sich auch der Rest seines Traumes erfüllt. "Nein", sagt Samü, "das war nur ein Traumbild", sagt Mouni, "das der liebe Sandmann-Gott in dir geschickt hat, damit du dich auf den Weg machst..." Samü staunt nicht schlecht. Wenn er das gleich gewusst hätte. Dann steckte also der liebe Sandmann-Gott selbst hinter seiner Traumsand-Mission...
Samü und Schnatti wollen natürlich trotzdem auf den Mond und Mouni gibt ihnen nun keine neue Aufgabe mehr. Er ist viel zu müde, um ihnen etwas zu verwehren.