
Die drei Abenteurer, also Samü, der Sandmann aus München, und seine beiden Freunde Schnatterinchen, die Ente, und Pittiplatsch, der Kobold, sausen los und sammeln so viel Holz, wie sie in einer Stunde finden können. Sie brauchen Schnüre, um alles zusammen zu binden, Klebstoff zum Leimen und schließlich auch ein Segel, damit der Wind sie antreiben kann. So flitzen sie emsig umher und wecken alle Tiere, derer sie habhaft werden können: Die Spinne Elsa, deren Spinnweben so stark und klebrig sind, dass sie wie Schnüre halten (natürlich sind Samü, Schnatterinchen und Pitti nicht schwer, sondern quasi Leichtmatrosen). Die Bienen geben was von ihrem klebrigen Honig und die Vögel, die noch nicht schliefen, geben bereitwillig einen Teil ihrer Federn, aus denen die Seitenflügel gefertigt werden. Die Ameisenköigin Ladida befieht ihrem Volk, beim Bau des Luftschiffs zu helfen. So schleppen die kleinen Krabbler in Windeseile alles heran, woraus man ein Segel bauen kann: Schlangenhaut, Stoffreste, Gewölle von Eulen und Katzen, kleine, harte Zweige als Nadelersatz. Schnatterinchen ist eine begeisterte Näherin und näht, was das Zeug hält. Als der Morgen graut, ist das Luftschiff fertig. "Lass uns endlich anfangen", ruft Pitti plötzlich und reibt sich den Sand aus den Augen. Alle lachen, weil er die letzten Stunden verschlafen hat. "Ach du meine Nase", ruft der Kobold entgeistert, als er merkt, dass er die letzten Stunden verschlafen hat. Samü hatte ihm Traumsand in die Augen gestreut, damit er morgens ausgeschlafen sie mit dem Luftschiff nachhause bringen kann. "Schau, Pitti, hiermit lenkst du nach links und rechts und so geht es hoch und runter", erklärt Samü. Ein Dutzend Mäuse und Familie Feldhase ziehen die drei über den Rand des Fröttmaninger Berges. "Juhu, wir fliegen", jubelt Schnatterinchen und vergisst ganz und gar ihre Müdigkeit. "Ach, du meine Nase!", ruft Pittiplatsch und kann es gar nicht glauben, dass das Fluggerät sie wirklich trägt.
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