Donnerstag, 26. November 2009

Samü und die Rettung des Schlafsands, Teil 2


Samü geht noch am selben Abend hinauf auf auf den Fröttmaninger Berg, von wo aus er den Mond ganz besonders gut sehen kann. Es ist keine Wolke am Himmel, was wiederum Schnatterinchen und Samüs Freund Pittiplatsch, den vorlauten Kobold, dazu veranlasst, über die vielen Hundert Sterne zu staunen, die sie am Himmel erkennen können. "Guck mal, da ist der große Wagen, nack nack", ruft Schnatterinchen aufgeregt. "Wenn du die sieben Sterne da oben meinst, die sehen doch eher aus wie ein großer Schöpflöffel", wirft Pittiplatsch ein. "Ist doch egal", weist Samü seinen kleinen Freund zurecht, "wir haben im Moment andere Probleme." - "Was für Probleme meinst du denn?", fragt Pittiplatsch und schaut den Sandmann aus großen, dunklen Augen an. "Na, wie ich zum Mond komme, du Dussel", entgegnet Samü. - "Ach du meine Nase", ruft Pitti. - "Du hast doch selbst gesagt, dass man alles schafft, woran man glaubt", erinnert ihn Schnatterinchen. Stimmt, das hat Samü vergessen, obwohl es gerade mal einen Tag her war. Doch als er sieht, wie weit weg der Mond wirklich ist, beschleichen ihn erste Zweifel. Nun ist es wichtig, die Stimmung hoch zu halten. "Ok", sagt er kämpferisch, "wir bauen ein Luftschiff, und damit fliegen wir, so weit es geht. Enteder wir schaffen es bis zum Mond, oder wir finden jemand, der uns bis dahin mitnehmen kann..." - "Wir?", fragen Schnatterinchen und Pittiplatsch wie aus einem Munde. "Ich dachte, ihr wollt vielleicht mitkommen?!" erwidert Samü und grinst unter seinem weißen Bart. Er sieht in ihre leuchtenden Augen und weiß, dass er recht hat. "Also, an die Arbeit, Freunde," ordnet Samü an, "Hurrah, wir fliegen zum Mond!", rufen Pittiplatsch und Schnatterinchen, und das Herz klopft ihnen bis zum Hals.

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