Mittwoch, 25. November 2009

Samüs verrückte Reise zum Mond, Teil 1


Das ist das Märchen vom Münchner Sandmann Samü, dem das Abenteuer seines Lebens bevorsteht. Er weiß es nur noch nicht. Eine andere Sache weiß er aber genau: Der Traumsand geht zur Neige. Und: Die Kinder träumen nicht mehr genug. Und das ist ein echtes Problem - nicht nur für ihn, sondern für die Kindern und ihre Eltern. Denn große Mengen Traumsand gibt es nur noch auf dem Mond. Doch leider haben Sandmänner keine Flügel Und selbst, wenn sie welche hätten, kämen sie bestimmt nicht bis zum Mond. Auch der Sandmann-Ballon kommt nur bis zu den Wolken, aber nicht höher. Und dass der Sandmann selbst vom Mond kommt - ja, das ist selbst ein Märchen und entspricht leider nicht der Wahrheit. Und es gibt noch ein weiteres Problem: Samü hat eine Aufgabe, die es Abend für Abend zu erledigen gilt. Er muss den Kindern in München den Sand in die Augen streuen, damit sie einschlafen können. Oh je, nun ist guter Rat teuer. Irgendwie muss Samü es schaffen, in kürzester Zeit zum Mond und zurück zu kommen - und eine Riesen-Ladung voller Schlafsand mitzubringen. Seine Freundin, die schlaue Ente Schnatterinchen, hat eine Idee: "Warum lässt du dich einfach von jemand anderem vertreten, nack nack? Die Kollegen werden dich bestimmt nicht hängen lassen bei so einem wichtigen Vorhaben, nack nack. Dann hättest du Zeit, die Reise zu planen und durchzuführen."
Gesagt getan: Samü geht zu seinen besten Sandmann-Freunden und fragt sie, ob sie die nächsten Tage für ihn einspringen und seinen Traumsand an die Münchner Kinder verstreuen könnten. Als er ihnen sagt, dass er eine Reise zum Mond plant, um Nachschub für den zur Neige gehenden Schlafsand zu besorgen, sind sie sofort zur Hilfe bereit. Sein Freund Saro, der Sandmann aus Rosenheim, meldet allerdings Zweifel an: "Eine Reise zum Mond? Das kann doch nie und nimmer gelingen. Noch nie ist ein Sandmann so hoch hinauf gekommen.". "Aber warum sollte es denn nicht gelingen?", entgegnet Samü, "schließlich können wir alles schaffen, woran wir ganz fest glauben."

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