Mittwoch, 3. November 2010

Samüs verrückte Reise zum Mond, Teil 18


Doch wie kommen sie jetzt wieder zurück? Hat sich irgendjemand den Zauberspruch der Hexe gemerkt? Und wie sieht's mit der Zeit aus? Sind die 24 Stunden nicht schon vergangen, die sie einhalten müssen, um überhaupt zurückkehren zu können? Mouni verwandelt sich wieder in die Sanduhr. Samü erkennt, dass schon der größte Teil des Sands durchgelaufen ist. "Wir haben nur noch ein paar Minuten", sagt er. "Gut, dass ich eine eine Mischung aus Gedächtnis-Genie und Konzentrationswunder bin und der Zauberspruch in meinem Kopf gespeichert ist. Hier ist der Kreisel und wisst ihr was: wir brauchen gar keinen Hexenbesen, das ist bei Hinkebein alles nur Show. Ich kenn die Hexe schon so lange. Los geht's, zurück auf die Erde." Sie verabschieden sich von Mouni, der ihnen versichert, dass die Hexe noch mal 150 Jahre braucht, wenn sie über die Treppe zur Erde gelangen möchte, so dass sie jetzt erst mal 300 Jahre Ruhe vor ihr haben werden. Dann geht's mit dem Zauberkreisel zurück nach München, wo sie als erstes die von der Hexe gefangenen Traumwichtel befreien. Die beschließen, von jetzt mit den Sandmännern gemeinsame Sache zu machen. Gemeinsam fühlen sie stärker und können sich gegen einen neuen Angriff besser verteidigen. Von nun an wird jedes Kind beim Empfang des Schlafsands auch gleich seine schönen Träume mit erhalten.
Die Abgesandten der Sandmänner emwarten Samü, seine Freunde und die Traumwichtel schon sehnsüchtig. "Das war jetzt aber höchste Eisenbahn!" sagt der Vertreter aus Nürnberg, "wir mussten schon rationieren, die Kinder schlafen bereits eine Stunde weniger." Am nächsten Tag gibt's eine Extra-Traumration für alle, die Kinder schlafen alle eine Stunde mehr und Frieden zieht bei allen Eltern auf der Erde ein. Und weil mit dem tollen, selbstgebauten Fluggerät von Samü, Schnatterinchen und Pitti alles begann, beschließt man, es im Sandmann-Museum auszustellen. Ja, und nicht zu vergessen: Jona hatte das Abenteuer seines jungen Lebens bestanden und wurde zum Ehren-Sandmann erklärt und in die Hall of Sand aufgenommen.
Und am nächsten Morgen wacht er auf und merkt, dass alles nur ein langer, schöner Traum gewesen war. Einer, der Jona aber für immer verändern würde. Er wusste jetzt im Herzen, dass er ganz besonders war. Der einzige Wermutstropfen an der Sache heißt Larissa. Jona ist doch ein wenig traurig, dass auch sie nur ein Teil seines Traums war. Doch er erinnert sich, dass er Larissa tatsächlich schon mal gesehen hatte, sie ist die Tochter des Schul-Hausmeisters. So beschließt Jona, in der nächsten Schulpause auf sie zuzugehen, und ihr von seinem Traum zu erzählen. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte...

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